Igelhilfe

Nicht wintertauglich: ein Haufen Herbstlaub hilft ihm besser
Igelkinder: Fit für den Winter (Foto: Heidi Jersch)
Größenvergleich (Foto: Heidi Jersch)

Herbstzeit ist Igelzeit

Liebenswerte Stacheltiere

Der Igel ist ein Wild- und kein Haustier. Wer ihm Winterhilfe leisten will, sollte im eigenen Garten oder in den öffentlichen Parkanlagen für igelfreundliche Lebensbedingungen sorgen. Deshalb: Im Herbst auf übertriebene Aufräumaktionen und den Einsatz von Laubsaugern oder Laubbläsern in Gärten und Parkanlagen verzichten, um so geeignete Winterquartiere und wichtige Nahrungsmöglichkeiten für den Igel zu erhalten.

 

Informationen über Igel, einen für die kleinen Stachelritter freundlichen Garten und Notfalltipps sind kostenlos in der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz im Birkenweg 11 erhältlich. Öffnungszeiten des BN-Büros sind am Dienstag von 9.00 bis 11.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr.

Obwohl Kinder wie Erwachsene diese liebenswerten und nützlichen Tierchen schätzen, ist doch der Mensch mit seiner Ordnungsliebe und oft übertriebenen Vorstellung von Sauberkeit gleichzeitig ihr größter Feind.. Insektizide und Schneckenkorn vergiften ihre Nahrung, Laubsauger und ausgeputzte Gärten berauben sie der Lebensräume. Dazu kommt, dass jährlich etwa 1 Millionen Igel in Deutschland überfahren werden.

 Sie benötigen Unterschlupfmöglichkeiten unter Holzstößen, in Laub-, Reisig- oder Komposthaufen. Besonders wichtig ist es, dass die Igel sich bis zum Spätherbst genügend Fettreserven für den Winterschlaf anfressen können. Dies gilt vor allem auch für die Jungen, die im August geboren wurden.  Wenn einem in den ersten kalten Herbsttagen noch ein Igelkind über den Weg läuft, kann  dieses  im Garten mit Futtergaben gut unterstützt werden und dabei sogar noch beobachtet werden.

Geeignet sind Katzen- oder Hundefutter, ungesalzenes Rührei oder spezielles Igelfutter aus der Tierhandlung. Nur Milch darf man ihnen keinesfalls vorsetzen, die mögen sie zwar, doch führt sie zu gefährlichen Durchfällen. Das Futter sollte in einer standfesten flachen Schüssel oder einem Teller angeboten werden. Zum Schutz vor naschhaften Katzen stellt man es am besten unter eine umgedrehte Obstkiste, der Durchschlupf für Igel sollte etwa 10 cm hoch sein. Ausschließlich kranke, verletzte oder untergewichtige Tiere, die zu Winterbeginn weniger als 500 Gramm wiegen, benötigen menschliche Hilfe.  Der erste Weg dann muss zu einem Tierarzt führen, wo die Tiere von Parasiten befreit werden.