BN-Delegierte demonstrieren mit Percy Schmeiser

Stehende Ovationen der BN-Delegierten für Percy Schmeiser
Fototermin
mit Percy Schmeiser
Die Organisatoren der Aktion: Marion Ruppaner und Kurt Schmidt
Genkartoffel Amflora verbieten

Verbot von gentechnisch veränderten Kartoffeln gefordert

 Vertreter der Bund Naturschutz Kreisgruppe Berchtesgadener Land demonstrierten anlässlich der Landesdelegiertenversammlung des Bundes Naturschutz am Wochenende in Fürth für gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft

 „Keine Freisetzung, kein kommerzieller Anbau und keine Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland“, so lautete die einstimmig beschlossene Forderung der Delegierten an die Politik.

 (27.04.2010) Aktueller Anlass für die Gentechnikkritik und die Forderungen des BN ist die Zulassung der Genkartoffel „Amflora“ durch die EU. Ihre Ablehnung dieser Zulassung bekräftigten der BN-Landesvorstand und die Delegierten auch mit einem Transparent mit der Aufschrift "Genkartoffeln verbieten!" Der Bund Naturschutz wird auch mit rechtlichen Schritten die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffeln bekämpfen, die vor wenigen Tagen auf 15 Hektar Fläche in Mecklenburg –Vorpommern ausgebracht wurden.


Vorausgegangen war diesem Beschluss ein eindrucksvoller Vortrag des weltbekannten Gentechnikkritikers Percy Schmeiser. Der kanadische Farmer und Träger des alternativen Nobelpreises hatte den BN-Vertretern noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Gentechnik zu stoppen, bevor es zu einer unkontrollierbaren Ausbreitung kommt, wie in seiner Heimat bereits geschehen.

Der Bund Naturschutz fordert von  Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung u.a., sich für ein sofortiges Moratorium der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU einzusetzen und das Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen so zu verschärfen, dass endlich auch gesundheitliche und sozio-ökonomische Faktoren berücksichtigt  werden.

Weitere Forderungen waren der Widerruf aller Patente auf gentechnisch verändertes Saatgut und Tiere  sowie der Widerruf aller in der EU zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen und weiterverarbeiteten Produkte, weil deren Risiken nicht verlässlich auszuschalten sind.