OB-Kandadatin mit BN im Gespräch

Wald als Wirtschaftsgut

Im Naherholungsgebiet
Waldwohlgefühl
jetzt auf dem Schwerlaster
was bleibt

Etwas mehr Sensibilität im Naherholungswald wünschenswert

(11.11.2010) Die Erneuerung der Oberleitung bei der Berchtesgadener Landbahn wurde vom Staatsforstbetrieb genutzt, im Naherholungsgebiet Bischofswiesen / Uhlmühle an der Berchtesgadener Straße einen größeren Hieb durchzuführen. Auslöser waren Fällungen zur Verkehrssicherung, die dann aber deutlich erweitert und ausgedehnt wurden, weil dort aus wirtschaftlicher Sicht viele hiebreife Fichten standen. Diese waren ein besonders guter Lärm- und Sichtschutz für die Spaziergänger, Jogger und Freizeitradler hin zur stark frequentierten B20 und vermittelten ein romantisches Waldwohlgefühl. Weil die Fichte in der Aue aber standortfremd ist, mussten nach Aussage des Forsts alle großen Fichten entfernt werden. Stehen blieben neben Laubhölzern allerdings die dünnen Fichtenstangen. Sie sind derzeit wirtschaftlich wertlos und dürfen – obwohl standortfremd - wieder zu großen Fichten heranwachsen.

Nichts spricht gegen die wirtschaftliche Nutzung, allerdings sind dabei insbesondere vom Staatsforstbetrieb in einem Naherholungsgebiet Gemeinwohlinteressen zu berücksichtigen. Schließlich droht im Auwald nicht das Ungeheuer Borkenkäfer, wenn eine alte Fichte umgeben von Laubhölzern umstürzen sollte. Da die Straße auf dem Damm vorbeigeführt wird, ist auch sie kaum gefährdet.

Zahlreiche Spaziergänger und Bischofswieser, die dort häufig unterwegs sind, haben sich beim Bund Naturschutz gemeldet und nachgefragt, was man dagegen tun kann.

Aus unsere Sicht kann man nur öffentlich Kritik üben, aber auch jeder Einzelne kann sich beim Forstbetrieb in Berchtesgaden beschweren, denn schließlich ist der Staatsforst in unser aller Eigentum.

Nur dann besteht die Hoffnung, dass bei der nächsten Maßnahme mehr Rücksicht auf die Interessen der Bürger genommen wird.