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Pressemitteilung zur Polemik der CSU'ler beim Starkbieranstich in Bischofswiesen gegen den BUND Naturschutz

diese war durchdrungen von persönlicher Zuschreibung statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung und bedarf einer Antwort.

26.02.2026

Die drei CSU-Vertreter, Bürgermeister und Landratskandidat Franz Rasp. Bürgermeister Thomas Weber und Bürgermeisterkandidat Wolfgang Fegg  glänzen mit Polemik gegen Naturschutz. Dass der CSU-Kandidat aus Bischofswiesen sich am Thema Bobbahn versucht, um den Naturschutz in Mißkredit zu bringen, zeigt, dass man auch Unwahrheiten in der Hoffnung auf Beifall nutzt. Die Gemeinde Schönau und der Bob-und Rodelverband haben die Zusammenarbeit mit dem BN wiederholt als kooperativ beschrieben.

Zu den Anfeindungen unsere Antwort:

Wenn die Argumente fehlen

Ich gehöre zu den über 70 jährigen, die beim Starkbieranstich der CSU in Bischofswiesen in deren Visier gerieten und engagiere mich ehrenamtlich gemeinsam mit dem Vorstand des BUND Naturschutz – nicht für eigene Interessen, sondern für die Zukunft unserer Heimat. Naturschutz bedeutet Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Wenn Gerichte unsere Positionen bestätigen, dann ist das kein Sieg über eine Gemeinde, einen Bürgermeister oder einen Bürgermeisterkandidaten, sondern Ausdruck funktionierender Rechtsstaatlichkeit in einer Demokratie. Verwaltungsgerichte prüfen Planung und Recht – und sie entscheiden auf Grundlage von Gesetzen, nicht von Lebensalter oder Lebenssituation.

Der Versuch, gerichtliche Entscheidungen im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung polemisch zu kommentieren, ersetzt keine sachliche Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Fragen. Wir klagen nicht aus Ideologie oder wegen überzogener Forderungen, sondern auf Basis geltenden Rechts. Wenn Gerichte uns Recht geben, zeigt das nicht unsere Überzogenheit, sondern dass Planungen rechtlich überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden müssen.

Ehrenamtliches Engagement verdient Respekt – unabhängig vom Alter. Unsere Heimat braucht sachliche Diskussionen und sorgfältige Planung mehr als persönliche Zuschreibungen.

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Die Zitate der CSU’ler aus dem Berchtesgadener Anzeiger vom 24.02.26 gegen den Naturschutz und seine Mitglieder

Naturschutz mit Augenmaß

Weiterhin forderte Wolfgang Fegg einen Naturschutz mit Vernunft und Augenmaß. Da richtete sich seine Kritik vor allem gegen den Bund Naturschutz. »Naturschutz darf kein Verzögerungsinstrument sein.« Denn wenn die Wirtschaft schwächele, seien der Naturschutz und der Sozialstaat die ersten Bereiche, in denen gespart wird. »Naturschutz muss wieder vereinen – nicht spalten... und was bei der Rodelbahn die Höhe des Startturms mit Naturschutz zu tun haben soll, kann ich ohnehin nicht nachvollziehen.«

Attacke gegen den Bund Naturschutz

… sprach Franz Rasp kurz an, um sich dann intensiver dem Naturschutz zu widmen. Da erinnerte sich der Landratskandidat an ein im »Berchtesgadener Anzeiger« abgedrucktes Bild von der neuen Vorstandschaft der BN-Kreisgruppe Berchtesgadener Land. »Als ich dieses Bild gesehen habe, war mir vieles klar.«. Das Durchschnittsalter sei weit über 70, die meisten wohnten in einem Eigenheim in bester Lage, die Kinder studierten und manch einer verfüge über eine gute Pension in Höhe von A 16. »Da kann man dann leicht eine Käseglocke über das Berchtesgadener Land stellen. Aber unsere Kinder müssen hier auch in Zukunft wirtschaften können. Deshalb muss man bestehende Strukturen weiterentwickeln können.« Beim Naturschutz müsse man Maß und Ziel an den Tag legen, »vor Gericht gibt es nur Verlierer«.

»Wir brauchen den Götschen«

Bürgermeister Thomas Weber …Ein besonderes Anliegen aber ist dem Noch-Rathauschef der Götschen. »Wir brauchen unser Skigebiet, deshalb sollte man die dringend erforderliche Vergrößerung des Schneiteichs nicht mit fadenscheinigen Argumenten torpedieren«, wetterte Weber in Richtung Bund Naturschutz.