Gemeinsam für den Artenschutz: Ein Dankeschön an so viele Beteiligte
Gemeinsam für den Artenschutz: Ein Dankeschön an so viele Beteiligte
Karlstein/Bayerisch Gmain: Jedes Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, beginnt für Erdkröten, Grasfrösche und Molche eine gefährliche Reise. Dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher Helferinnen und Helfer konnten auch in dieser Saison wieder hunderte Amphibien im Bereich der Fischzucht Karlstein und am Weißbach in Bayerisch Gmain sicher zu ihren Laichgewässern gebracht werden. Die Ortsgruppe des BUND Naturschutz Bad Reichenhall möchte sich auf diesem Wege bei allen Beteiligten bedanken, die bei diesen Rettungsaktionen mitgemacht haben.
Hervorzuheben ist das herausragende Engagement des Karlsgymnasiums. Die engagierte Lehrerin Ida Müller hat mit ihren Schülerinnen und Schülern den Artenschutz nicht nur theoretisch behandelt, sondern aktiv gestaltet. Die Jugendlichen packten tatkräftig mit an, halfen beim Aufstellen der Zäune, dem Eingraben der Fanganlagen und an den Wochenenden wurde ausdauernd am Zaun abgesucht. Mit viel Begeisterung und großem Verantwortungsbewusstsein haben die Schüler der Klassen 6 bewiesen, dass unsere heimische Tierwelt ihnen am Herzen liegt.
Doch nicht nur die Schulklasse hat Außergewöhnliches geleistet. Der Erfolg der diesjährigen Amphibienaktion steht und fällt mit der Unterstützung aus der Nachbarschaft. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner haben sich aktiv in die Absammelaktion der Tiere eingebracht. Ob am frühen Morgen oder in den Abendstunden: Dank der tatkräftigen Hilfe konnten die Eimer regelmäßig kontrolliert und die Tiere sicher über die Straße getragen werden.
Nur durch dieses mustergültige Zusammenwirken von Schule, Anwohnern und dem BUND Naturschutz konnte der Zaun so reibungslos betreut werden. Dieses gemeinsame Engagement ist ein wunderbares Zeichen für den praktischen Naturschutz in unserer Region. Der BUND Naturschutz bedankt sich herzlich bei allen Helfern und hofft, dass diese großartige Kooperation auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden kann.
Leider zählt das Jahr 2026 in unserem Bereich nicht zu den besten Jahren. Bei den Grasfröschen und Erdkröten sind die Zahlen in Karlstein drastisch eingebrochen. Erfreulicher war das Ergebnis bei den Teich- und Bergmolchen.
Ute Billmeier










