MenuKreisgruppe BerchtesgadenBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Immobilienprojekt zerstört Naturschätze

Bund Naturschutz lehnt aktuelle Planung am Königssee ab

Stellungnahme im Raumordnungsverfahren

(31.07.2013) Einstimmig lehnte der Kreisvorstand des BUND Naturschutz in seiner Vorstandssitzung vergangene Woche die vorgelegten Planungen am Königsee ab.

Bis einschließlich 29.7.2013 lief das Raumordnungsverfahren (ROV) für das Immobilienprojekt am Königssee bei der Regierung von Oberbayern, das neben den Hotels drei Wohntürme und zwei Geschäftshäuser mit Gaststättenbetrieb umfasst. Von daher ist die Bezeichnung Hotelprojekt am Königssee irreführend.

Der BUND Naturschutz hat dazu im Rahmen seiner Beteiligung eine ablehnende Stellungnahme abgegeben, weil naturräumliche und landschaftliche Besonderheiten genauso wie das denkmalgeschützte Ensemble mit dem Alten Bahnhof mit seinem kleinen Park den Investoreninteressen untergeordnet werden. So unstrittig der Sanierungsbedarf rund um die Seelände sowie das ehemalige Asylantenheim ist, so darf dies nicht dazu genutzt werden, um weitere Naturbesonderheiten und Landschaftselemente rund um den Königssee zu zerstören.

zur Stellungnahme ROV

Wiesenlehen

Schönau am Königssee

Nach thailändischem Vorbild: 5*- Hotelanlage auf Bauschutt?

Antragsteller möchte nach thailändischem Vorbild eine Hotelanlage im Chaletcharakter in schönster Lage errichten.

 

Zuvor mußte der Wald weichen und ein aufwendiges Straßensystem - getarnt als forstliche Erschließungsmaßnahme - gebaut werden.

Nachdem sich die Ortsgruppe im Februar 2008 vor Ort informiert hatte, wurden in der  Gemeinde Schönau a.K. und am Landratsamt nachgefragt. Aber keiner wußte etwas. Vertreter des Landratsamtes und der ALF machten sich dann ebenfalls vor Ort ein Bild und auch die Polizei erschien gerade als eine neue Lieferung Bauschutt eintraf.

Der Bauschutt sollte zwar entfernt werden, aber da die Kontrolle sehr schwierig ist - ein Behördenvertreter müßte das praktisch beaufsichtigen - bleiben größte Zweifel an der Umsetzung.

 

Auch die Straßen entsprachen nicht den Vorgaben für Forststraßen und die Auflage war ein teilweiser Rückbau. Auch dies konnte nicht beobachtet werden. Im Gegenteil. Zur Vorbereitung des Bauantrages wurden die Straßen weiter ausgebaut.

Flächenverbrauch und Landschaftszersiedelung

Überraschend die fast einstimmige Ablehnung des ersten Bauantrages  mit der kompletten Zersiedelung des Hügels durch den Gemeinderat. Zugestimmung gab es dafür nur von der GRÜNEN-Gemeinderätin Christiane Russegger. Flächenverbrauch und Landschaftszersiedelung interessieren sie bei einem 5*-Hotelneubau nicht.