Japan Knöterich auf dem Vormarsch

Neophyzia
Japan Knöterich wird 2-3m hoch (Fotos: M. Wölfel)
Die Blüte Spätsommer
Auch als Bienenfutter geeignet
Die Blätter bis 20 cm lang
Die Wurzelteller; die Sprengkraft der Rhizome kan schäden an Fundamenten von Häusern, Mauerwerk, Asphalt, Gleisanlagen, Hochwasserschutzbauten, Ufern und Dämmen verursachen

(16.10.09) Zu beobachten ist die rasante Ausbreitung dieses Neophyten sehr gut am Weißbach in Bad Reichenhall in den Flussauen und besonders an den Ufer Böschungen der Saalach. Aber nicht nur in der Nähe von Gewässern ist er zu finden. An Straßen und Waldrändern hat er Fuß gefasst und in Gebieten, wo sorglos verkompostiertes Material zum Aufschütten gebraucht wurde.

Einheimische Kräuter, Gräser und Sträucher sind chancenlos, wenn dieses Gewächs eingewachsen ist.

Der aus Ost-Asien stammende Japan Knöterich, Fallopia Japonica, oder auch Stauden Knöterich genannt, sieht dem Bambus ähnlich und wächst bis 2,50 m evtl. 3,00 m hoch. Die späte Blüte in August/ September ist von Imkern geschätzt, jedoch ist der Schaden, der von dieser Pflanze ausgeht, zu hoch, um sie als Bienenfutter zu dulden.

Je nach den verschiedenen Arten unterscheiden sich die Blattformen und Größen.  Bei diesem, in unserer Gegend sehr verbreitetem Knöterich sind die Blätter ledrig derb, eiförmig  mit schmaler Spitze und rechtwinklig  gestutztem Blattgrund.  Sie werden bis zu 20 cm lang und 13 bis 15 cm breit.

 Der Japan Knöterich  verbreitet sich bei uns maßgeblich über Rhizome, das sind unterirdisch verlaufende, verzweigte Ausläufer. In ihnen ist bis zu zwei Drittel der Biomasse gebunden. Aus den Rhizomen werden Sprosse und neue Rhizome gebildet, so dass der Pflanzenbestand sich pro Jahr ungefähr um einen Meter in alle Richtungen ausdehnen kann.

 Wichtig ist daher, Wachstum und vor allem Ausbreitung stark einzuschränken.  Auf keinen Fall sollten diese wurzelähnlichen Rhizome, auch nicht die kleinsten Teile davon, auf den haushaltsüblichen Kompost. Auch die hohlen kräftigen Stängel sind problematisch bei der Kompostierung und dürfen nicht so entsorgt werden, dass sie wieder austreiben können. Auf kleineren Flächen hilft auch konsequentes Abschneiden oder Herausreißen der Stängel und dies alle 3 bis 4 Wochen. Dadurch werden die Speicherwurzeln geschwächt und die schnelle Ausbreitung ist beendet. Allerdings muss dafür die Entsorgung der Pflanzenteile geklärt sein.

Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich an den Bund Naturschutz in Bad Reichenhall, Poststraße 23 wenden.

Neophyzia

aktualisiert: 18.7.2014