Neue Idylle am Beschneiungsteich
Statt Alpenpflanzen kann jetzt Raps bewundert werden
Blick vom Brett auf die Felsen
Am Jenner
Der neu gestaltete Triftplatz

Unser Ort soll schöner werden

oder wie der Fortschritt Einzug hält

(3.11.2010) Der Gemeinde Schönau gelingen immer wieder landschaftliche Arrangements, die ihres gleichen suchen. Als wegen der Umgestaltung des Parkplatzes am Königssee ein Stuttgarter Büro mit Planungsvorschlägen beauftragt wurde, war dieses ganz begeistert von den Felsgesteinen und schlug vor, diese Felsen stärker in das Blickfeld zu rücken.

Interessant, wie der Vorschlag jetzt umgesetzt wurde. Ein funktionales Holzgebäude steht direkt daneben, bis an den Rand wurde geteert, steinzeitliche Felsritzungen hinter den Randsteinen versteckt.

 Auch am Jenner entstand eine neue Idylle, neben dem neuen Teich eine Holzhütte mit zwei Kanonen davor und auch sonst nicht ohne. Am Teichufer wächst immerhin schon der erste Raps und lädt Touristen zum verweilen ein. Auch zwei Bänke wurde aufgestellt, die man auch am Schornbad brauchen kann.

Schade nur, dass die Skifahrer nicht dankbarer sind und das neue Angebot Pisten-Beschneiung nicht so nutzen wie sie sollen.

 Geradezu grandios die Neugestaltung des Triftplatzes mit seiner Großkastenarchitektur, die sich wunderbar in das Umfeld einfügt, wie auf dem Bild gut zu erkennen ist. Weil alle Bürger im Talkessel und auch die Touristen dermaßen unterversorgt sind mit Discountern, Getränkemärkten, Optikern, Apotheken usw. hat sich die Gemeinde Schönau am Königssee auch hier etwas ganz besonderes einfallen lassen und den Berchtesgadenern dieses Schmankerl vor die Nase gesetzt. Immerhin konnten sie damit den Umbau des Schornbades finanzieren und die Berchtesgadener stellen ihnen ihr Ökokonto zur Verfügung.

Immerhin berichtet das Reichenhaller Tagblatt vom 1.11.2010 über die für 2011 vorgesehene Umgestaltung des Schornbades. So vergaß man beim Umbau am Kleinstkinderbecken Schattenplätze und Bänke entlang des Schwimmbeckens sowie eine Neugestaltung des Buffetinnenhofes. Bürgermeister Stefan Kurz verursachte "Unruhe im Gemeinderat", als er die Kostenvoranschläge des bauausführenden Ingenieurbüros Pohl vertrug: Schattenspender für 25.500 Euro, fünf Bänke mit Lehne für ältere Besucher 10.500 Euro und 12.500 Euro für den Buffetbereich. Ein CSU-Gemeinderat stellte die berechtigte Frage, ob man für diese Umsetzungen ein Ingenieurbüro braucht.

 

Nein, schwarzer Humor beiseite, es bereitet seelischen Schmerz von den Bergen auf diese Zeichen vermeintlichen Fortschritts im Sinne der Globalisierung schauen zu müssen wo für 5 Bänke mit Lehne ein Ingenieurbüro beauftragt wird und 10.500 Euro veranschlagt werden.