Kaserneubau

Traditionelle Schindeldächer im Nationalpark Berchtesgaden erhalten

(10.4.2010) Im Zusammenhang mit dem Bauantrag für einen neuen Kaser auf der Gotzenalm erhielt der Bund Naturschutz erstmals davon Kenntnis, dass Dächer im Nationalpark auch mit Kupfer eingedeckt werden. Dabei steht im Nationalparkplan, dass die traditionellen Schindeldächer erhalten werden sollen, bzw. bereits mit Blech eingedeckte Dächer bei Instandsetzungen wieder als Schindeldächer einzudecken sind. Da die gesamte Genehmigungspraxis des Landratsamtes höchst zweifelhaft war, u.a. vertrat man die Auffassung, dass die Naturschutzverbände nicht beiteiligt werden müssen, klagte der Bund Naturschutz beim Verwaltungsgericht. Daraufhin versuchten Teile der Almbauern, Forstberechtigten und leider auch Landrat Grabner mit der Feinbildrhetorik vergangener Jahre Stimmung gegen den Naturschutz zu machen. Dabei verschweigen sie ganz bewusst den Grund für die Klage des Bund Naturschutz beim Verwaltungsgericht: Das geplante Kupferdach und die Pflicht des Landratsamtes zur Verfahrensbeteiligung der Naturschutzverbände im Nationalpark.

Außerdem gab es einen gemeinsamen Antrag der Naturschutzverbände im Nationalparkbeirat, die Förderpraxis für Legschindeldächer zu verbessern.

Antrag der Verbände

Pressemitteilung

Gotzenalm - gut einsehbar vom Kahlersberg
Neues Kupferdach auf der Gotzentalalm
Karsthydrologische Untersuchungen zeigten, das Verunreinigungen schon nach kurzer Zeit an den Quellen des Oberseebereiches nachzuweisen sind
Bei einem Boden- pH-Wert <6 ist Kupfer eine Gefahr für Wasser, Pflanzen und Tiere
Dolinen und Tümpel gleich neben neben dem neuen Kaser
wird der neue neue Kaser mehr als doppelt so groß
Obwohl nur 100 Tage genutzt und nur Notunterkunft für die Tiere
Keine Beteiligung der Obersten Naturschutzbehörde
Trotz massiver Eingriffe in den Boden
Letzte Legschindeldächer auf der Gotzenalm
Baubeginn noch in der Auslagungsphase